Ab in die Südsee

Ab in die Südsee

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Aller Abschied ist schwer …

Eine Woche bevor wir Hobart verlassen, findet unsere Abschiedsparty statt. Ian und Cindy haben uns dafür großzügigerweise ihr Haus angeboten und die beiden sorgen auch vorzüglich für das leibliche Wohl der Gäste. Wir genießen die netten Stunden zusammen mit alten und neuen Freunden.

 

 

 

Wo sonst, ausser in Hobart, kann man das machen?

Schweren Herzens nehmen wir von Emilia, Hobart und den ganzen lieben Menschen, mit denen wir in den letzten Monaten zu tun hatten, Abschied. Auf dem Weg zu unserem Abflug haben wir noch  etwas Zeit und biegen kurz vor dem Flughafen zum Seven-Mile-Beach ab, um einen letzten Strandspaziergang zu absolvieren. Wo sonst, ausser in Hobart, kann man das machen?

Unser erster Flug führt uns nach Sydney, wir lassen den Großteil unseres Gepäcks in einem dafür angemieteten Gepäckfach, um auf unserer Südseerunde nicht ständig mit den schweren Taschen hantieren zu müssen.

 

 

Besonders angetan haben es uns die frischen Baguettes

Am nächsten Tag geht es weiter nach Noumea, Hauptstadt der ehemals französischen Kolonie Neukaledonien. Wir verbringen einige Tage in einem Strandhotel, genießen das warme Klima und schwimmen im Pazifik. Mit unserem Mietwagen erkunden wir die nähere Umgebung, die französische Küche ist eine nette Abwechslung. Besonders angetan haben es uns die frischen Baguettes bester Qualität. Einzig die sehr hohen Preise (für alles ausser Brot) trüben den Gesamteindruck ein wenig.

Ein Besuch des Aquarium darf für uns natürlich auch nicht fehlen, das machen wir, wo immer sich die Gelegenheit dazu bietet. Das von Noumea ist auf jeden Fall sehenswert, nicht das größte, aber sehr interessant.

 

 

Auf dem Mini-Flughafen wartet bereits das offizielle Empfangskomitee

Am Abflugtag fahren wir früh morgens zum etwa eine Stunde entfernten Flughafen, wo wir gleich damit überrascht werden, dass unser Flugzeug mit vier Stunden Verspätung starten wird. Noch zwei weitere Male wird der Flug verschoben und letztlich müssen wir sogar erst nach Wallis und Futuna, einer zwischen Fidschi und Samoa liegenden Inselgruppe, bevor wir weiter nach Fidschi fliegen. Aber unser Abstecher nach Wallis hat uns auch neugierig gemacht, die überaus freundlichen Menschen und die geringe Bekanntheit und damit touristische Erschließung lassen dieses  französische Überseegebiet sehr interessant für einen späteren Besuch erscheinen.

Der Grund für die Umleitung war übrigens eine verspätete Ankunft der Delegation aus Wallis und Futuna in Noumea, die an den pazifischen Spielen in Port Moresby teilgenommen hatten. Unsere Maschine ist daher voll besetzt mit Sportlern, bei manchen kann man an der umgehängten Medaille den sportlichen Erfolg erkennen. Auf dem Mini-Flughafen wartet bereits das offizielle Empfangskomitee, um die Sportler zu ehren. Nach einer Stunde Aufenthalt geht es weiter nach Fidschi.

 

 

auf die Pünktlichkeit der lokalen Fluglinien ist nicht allzu großer Verlass

In Summe kommen wir mit zwölf Stunden Verspätung, mitten in der Nacht in Nadi an. Ian, der laufend auf den pazifischen Inseln beruflich zu tun hat, hatte uns schon vorgewarnt, auf die Pünktlichkeit der lokalen Fluglinien ist nicht allzu großer Verlass und Anschlussflüge bucht man besser mit großzügigen Wartezeiten, am besten erst für den nächsten Tag.

Nach ein paar Stunden Schlaf verlassen wir Nadi noch am selben Tag, wieder mit einiger Verspätung in Richtung Tonga, wo wir die Nacht in einem Hotel gleich neben dem Flughafen verbringen. Am nächsten Morgen geht es in einer kleinen Maschine weiter nach Vava’u, einer zum Königreich Tonga gehörenden Inselgruppe, die eine Flugstunde nördlich von der Hauptinsel Tongatapu liegt. Hier erkunden wir zwei Tage lang den Hauptort Neiafu und verproviantieren uns für eine Woche, bevor wir endlich unsere Charteryacht übernehmen und auslaufen.

 

 

Die Tage vergehen wie im Flug, und nach einer Woche geht es wieder zurück

In den folgenden Tagen genießen wir Südseefeeling pur und hangeln uns gemütlich von einem Ankerplatz zum nächsten. Wir treffen viele nette Menschen, vornehmlich Segler, die entweder den langen Weg vom Panamakanal hierher genommen haben oder aus Neuseeland und Australien kommen. Die Tage vergehen wie im Flug, und nach einer Woche geht es wieder zurück in die Hauptstadt von Tonga, Nuku’alofa. Die Flugzeuge werden immer kleiner, sieben Flüge waren es bereits, seit wir Hobart verlassen haben.

 

 

Die Menschen auf Fafa sind so freundlich und liebenswürdig, wie man es sich nur wünschen kann

Wieder zurück in Tongatapu geht es mit Taxi und Schnellboot auf die Insel Fafá, auf der nur ein kleines Resort mit 13 Bungalows liegt. Die Insel umrundet man zu Fuss in einer Viertelstunde, unser Bungalow liegt unter Palmen, direkt am Sandstrand vor dem türkisblauen Meer. Wir verbringen zehn Tage in absoluter Ruhe, einmal erkunden wir mit einem Taxi die Hauptinsel. Die Menschen auf Fafá sind so freundlich und liebenswürdig, wie man es sich nur wünschen kann, das Essen ist sehr gut und die Bungalows bieten alles, was man für ein paar entspannte Tage benötigt.

 

 

 

Wir bangen zwei Tage lang um unser vermisstes Gepäck und werden alle paar Stunden vertröstet

Der Flug von Tonga nach Fiji hält eine unangenehme Überraschung bereit. Vor dem Einsteigen werden wir informiert, dass ein Teil des Gepäcks nicht mitgenommen werden kann und man sich in Nadi an den Lost Baggage Schalter wenden soll, wenn etwas fehlt. Als wir über das Rollfeld zum Flugzeug gehen, sehen wir bereits den zurückgelassenen Trolley, natürlich befindet sich unser gesamtes Gepäck darauf. In Nadi angekommen eilen wir gleich zum Gepäckschalter und man versichert uns, dass das Gepäck mit der nächsten Maschine kommen wird. Blöd nur, dass die erst am Folgetag um 15.00 ankommt, da haben wir Nadi längst verlassen und sind mit dem Mietwagen unterwegs nach Suva, der Hauptstadt von Fidschi.

Unser Quartier ist das erste Haus am Platz, das Grand Pacific Hotel oder kurz GPH wie die Einheimischen es nennen. Wir bangen zwei Tage lang um unser vermisstes Gepäck und werden alle paar Stunden vertröstet. Letztlich wird es nach 48 Stunden mit dem Taxi angeliefert, wir genießen noch eine Nacht im GPH und lassen uns kulinarisch verwöhnen, wie schon lange nicht mehr.

 

Fiji Rugby National Team

 

Morgen geht es weiter nach Nadi, übermorgen nach Sydney …

Weiter geht unsere Inselumrundung in Richtung Norden, durch viele kleine und kleinste Dörfer fahren wir, sehen kaum Autos und gar keine Touristen. Die Straßen sind gesäumt von grasenden Pferden, Kühen und Ziegen. In Rakiraki nisten wir uns für drei Nächte im Volivoli Beach Resort ein, wo wir gerade auf der Terrasse unseres Bungalows sitzen, aufs Meer hinausschauen und  noch einmal relaxen. Morgen geht es weiter nach Nadi, übermorgen nach Sydney, am nächsten Tag nach Singapur und fünf Tage später nach Tokyo, für weitere fünf Tage. Der letzte Flug soll uns von Tokyo nach München bringen, wo unsere Reise 355 Tage vorher begann.

Links:

http://www.fafaislandresort.com

http://grandpacifichotel.com.fj

http://www.volivoli.com

20 Antworten

  1. sven lindgren
    | Antworten

    Wunderschön…..die welt ist so gross so gross und wir sind so klein so klein……..hoffentlich bringt es euch ein bischen Freude wieder nach hause zu kommen……

    • admin
      | Antworten

      Hi Sven,
      ja, jetzt freuen wir uns schon auf daheim 🙂
      lg
      Cosima, Pia, Sigrid & Markus

  2. René R. Wenzel
    | Antworten

    Ein wunderbarer Bericht Über die traumhafte Südsee! Man bekommt Lust sofort dahin zu fahren! Es ist immer wieder schön diese Berichte von euch zu lesen und damit ein kleines Stück mit euch verbunden zu sein! Der Abschied von Emilia in Howard war bestimmt traurig! Wir freuen uns über die weiteren Berichte aus Tokio und vor allem euch wieder zu sehen! Liebe Grüße Andrea Laura Max und René

    • admin
      | Antworten

      vielen Dank, die weiteren Berichte werden wir euch mündlich geben.
      Liebe Grüße und bis bald,
      Cosima, Pia, Sigrid & Markus

  3. Barbara Schöffmann
    | Antworten

    Danke für die wunderschönen Bilder. Ich werde sicher heute von diesen wunderschönen Stränden träumen.Darf gar nicht an Emilia denken, sie war bestimmt sehr traurig.Aber jetzt freue ich mich schon riesig auf euer Heimkommen! Bis bald Oma Barbara

    • admin
      | Antworten

      Liebe Oma,
      wir freuen uns auch schon!
      lg
      Cosima, Pia, Sigrid & Markus

  4. Gaby
    | Antworten

    Viele liebe Grüße aus Wien, eure Bilder sind wunderschön – da kommt Sehnsucht auf 🙂
    355 Tage on tour ist schon ein großartiges Abenteuer!!! Hut ab!
    Freu mich auf ein Wiedersehen im Pinzgau

    • admin
      | Antworten

      Vielen Dank Gaby – Ich hoffe Ihr seid bald wieder einmal im Pinzgau!
      liebe Grüße,
      Cosima, Pia, Sigrid & Markus

  5. Monika Schönthaler
    | Antworten

    Danke, das ich euch auf eurer wunderbaren Reise via Blog begleiten durfte. Traumhafte Bilder und Eindrücke. Ich hoffe sehr auf einen Vortrag über eure Reise im Nexus, Kongress oder…..LG Monika

    • admin
      | Antworten

      Vielen Dank Monika!
      lg
      Cosima, Pia, Sigrid & Markus

  6. Matias Möller
    | Antworten

    Wow, wieder wunderschöne Bilder die einen neugierig machen und Fernweh wecken! Danke, dass wir weiter teilhaben dürfen an eurer Reise. Ich wünsche Euch noch einen schönen, aufregenden Rest der Reise und eine gute Heimreise! Herzlichen Gruß aus D’dorf.

    • admin
      | Antworten

      vielen Dank Matias!
      lg aus Sydney,
      Cosima, Pia, Sigrid & Markus

  7. Sigrun und Wolfgang
    | Antworten

    Hallo ihr Lieben,
    Wir freuen uns schon. jetzt sind es für euch doch nur mehr 7 oder auch 6 Tage.
    Die Erde ist wohl überall schön, aber freut euch auch hier ist es schön, obwohl Herbst.
    Bis ganz bald lg Sigrun und Wolfgang

    • admin
      | Antworten

      Hallo Sigrun und Wolfgang,
      wir freuen uns auch schon! Heute machen wir noch die Chinatown von Singapore unsicher und morgen geht es dann nach Tokyo.
      viele liebe Grüße,
      Cosima, Pia, Sigrid & Markus

  8. MaPa
    | Antworten

    Hallo Cosima, Zum Geburtstag herzliche Glückwünsche , feiern werden wir zuhause.
    Viele Grüsse an alle von Ma,Pa, Heidi und Josef.

    • Cosima
      | Antworten

      Hallo liebe Oma, lieber Opa, liebe Heidi und lieber Josef!
      Danke vielmals für die Glückwünsche, ich freu mich schon euch alle wieder zu sehen. Liebe Grüße auch vom Rest der Familie,
      Cosima

  9. Barbara Schöffmann
    | Antworten

    Hallo liebe Cosima ! Alles Liebe alles Gute wünscht dir deine Oma Barbara! Bleib so ein nettes Mädchen wie du bist! Ich bin stolz auf dich.Bis bald!

    • Cosima Wieser
      | Antworten

      Hallo liebe Oma Barbara! Danke, danke, danke für die lieben Geburtstags Grüße. Ich vermisse dich und freu mich schon sehr dich bald wiederzusehen!
      Cosima

  10. Christian und Inger Herlich
    | Antworten

    Danke schön, dass wir Euer Weltreisen miterleben durften – es war ein Erlebnis 🙂 und obwohl Ihr jetzt schon wieder zuhause seid freuen wir uns aus das letzte Kapitel von Up and Away 🙂
    Viele liebe Grüße nach Walchen von Christian und Inger

    • admin
      | Antworten

      vielen Dank!
      Liebe Grüße und bis bald,
      Cosima, Pia, Sigrid & Markus

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